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Wie Tänze und Bachblüten zusammenkamenNiemals habe ich für eine Bachblüte einen Tanz extra „gemacht“ – Blüte und Tanz haben immer auf eine besondere Art zueinander gefunden. Mein erster „Bachblütentanz“ ist die Espe. Gerade hatte ich die Blütentropfen kennen gelernt, meine ersten Erfahrungen gemacht, da lädt mich Hilde zum Tanzen nach Tübingen ein und bittet, ich möge den Marga – Tanz mitbringen, den hätten wir so lange nicht gemacht. In der Tat, der Tanz ruhte schon eine ganze Zeit irgendwo im Schubfach. Ich hole ihn hervor - und sehe, er passt zur Heilkraft der Espe, als wäre er extra dafür gemacht. Alles was Edward Bach zur Espenblüte schreibt, ist in dem Tanz zu sehen Ich bringe oft einfache Elemente aus lettischen Folkloretänzen mit, wenn ich zu Hause war. - Und in dieser Einfachheit ziehen sie sich mit den Bachblüten an. Zum Beispiel habe ich diesen Sommer in Riga einen schönen, leichten Kreistanz gesehen. Nachdem er einmal vor einer Gruppe gezeigt worden war strömten die Menschen, die eigentlich als Zuschauer gekommen waren, in Scharen herbei und fingen an, mitzutanzen. - Ich zeigte den Tanz dann hier, alle freuten sich, aber niemand dachte an Bachblüten. – Eines Tages ist mir nicht so ganz wohl, ich hole meine Blütenfläschchen herbei und fange an zu pendeln. Das Pendel reagiert auffallend deutlich bei Kastanie. - Ich wundere mich, denn meine innere Situation ist anders, Kastanie brauche ich nicht. - Und im gleichen Moment fällt es mir wie Schuppen von den Augen und ich sehe den Tanz vor mir. Ich zeige ahnungslos in Weinfelden in der Schweiz einen lettischen Tanz. Am Schluss des Seminars kommt eine Frau und sagt: „ Nach meinem Empfinden ist dies der Tanz für „Walnut“. - Und es stimmt, ohne Wenn und Aber. - Zum Vergnügen zeige ich den Tanz im Ulm, erzähle, dass eine Frau in Weinfelden ihn mit einer Bachblüte zusammengebracht hat und bitte die Gruppe zu überlegen, welche Blüte das sein könnte. - Ohne viel Überlegen kam die Antwort : „Walnut“. Ich zeige einen Tanz, den ich bei meinen lettischen Freunden Skandinieki gesehen habe. Bei uns wird nicht immer alles gleich benannt, aber hier konnte ich schon darauf warten, kaum war der letzte Ton von der Musik verklungen und der letzte Schritt getanzt, kam die Frage: „Wie heisst der Tanz?“ - Und ich wusste nicht zu antworten. - Das ging eine ganze Zeit so weiter. Alle mochten den Tanz sehr, wir haben ihn oft wiederholt – und immer die für mich leidige Frage. Eines Tages bin ich es einfach satt und sage zu einer Freundin: “Wenn mich wieder jemand fragt, sage ich einfach: „je länger, je lieber“. Kaum habe ich das ausgesprochen, durchfährt es mich wie ein Blitz – so heisst doch eine Bach-Blüte – Honeysuckle – Geissblatt. Ich hole schnell mein Buch her, wir lesen, wie diese Blüte hilft, und es ist genau der Tanz. Ich war in dem Moment froh, dass ich eine Zeugin hatte, jemanden, der mir bestätigt, dass alles so vor sich gegangen ist, wie ich es beschrieben habe. - Ich konnte es einfach nicht glauben. Gleich füge ich die nächste abenteuerliche Geschichte an. Ich war im Winter krank und wache eines morgens auf mit einer Musik von Skandinieki und sehe sie tanzen. Von stund an ging es mir besser und ich war glücklich über den schönen Tanz mit allen Variationen, die sich geradezu anbieten, um nicht zu sagen aufdrängen. Was will ich mehr, ich warte nur noch darauf, dass ich ihn mit einer Gruppe tanzen kann. - Da schickt mir Marie Luise Soltmann in einem kleinen Päckchen einen Zweig Stechpalme – und es fällt mir wie Schuppen von den Augen – dies ist mein Tanz für Holly - die Stechpalme. Marie Luise hat auch einen Tanz für diese Pflanze gefunden, für mich ein Zeichen, wie sehr wir heute die Hilfe dieser Pflanze brauchen. Noch ein zweiter Bachblüten-Tanz verbindet mich mit Marie Luise. - Ich wünschte mir schon lange ganz intensiv einen Tanz für die Weidenblüte, aber es stellte sich keiner ein.- Es konnte auch keiner kommen, denn es gab ihn schon. - Wie ich es sehe, ist es völlig ausgeschlossen, dass ein anderer Tanz genau so gut die Botschaft der Weidenblüte im Sinne von Edward Bach ausdrücken könnte, als Marie Luises Tanz für die Seligpreisungen. Zu meiner grossen Freude hat sie auch ohne Zögern zugestimmt, dass wir ihren Tanz für die Weide tanzen und hat ein Gedicht gemacht, in dem sie Seligpreisungen und Weiden-Botschaft miteinander verknüpft und verbindet. - Wie würde sich Edward Bach darüber freuen – er war ein sehr gläubiger Christ. In Lettland sagt man, dass es keine Formen und keine Schritte gibt, die nicht schon getanzt sind, und neue Tänze gibt es nur durch neue Choreographien. – und doch ist es üblich, aus bestimmten Elementen immer neue Tänze zu machen, und ich fühle mich sicher und „ in bester Gesellschaft“, wenn ich aus einzelnen Tanzelementen, die ich in Lettland sehe, Tänze zu Bachblüten mache, wenn sie sich bei mir ohne dass ich es mit Absicht „mache“ – zusammenfinden und auch eine Musik sich einstellt. Unsere lettischen Künstler sagen, dass ein Kunstwerk gut ist, wenn die lettischen Menschen es annehmen – so mache ich es auch mit den Tänzen. Erst wenn mehrere Gruppen den Tanz zu einer bestimmten Blüte angenommen haben, gilt er für mich. - Zu solchen Tänzen zähle ich zum Beispiel Odermennig oder Water Violet. Einen sehr intensiven Tanz brachte ich von den Liven mit, einem Stamm, der fast ausgestorben ist und früher auch im jetzigen Lettland lebte. Wieder gab es „das Problem“ mit dem Namen. - Schliesslich fing ich an, Namen zu sammeln. Lange Zeit hiess er einfach „der Tanz mit vielen Namen“. - Sie alle verdichteten sich zum Ölbaumtanz – so hat es Reinholda in Augsburg gesehen und wusste nicht, dass die Blüte dieses Baumes von Edward Bach als Blüte gefunden wurde, die uns mit ihren Schwingungen hilft. Die Olive hilft uns, wenn wir erschöpft sind, im wahrsten Sinn des Wortes - seelisch und körperlich. - Ich erzähle dies Dainis und Helmi Stalts, die die Gruppe Skandinieki ins Leben gerufen haben und ihre Seele sind. Da sagt mir Dainis, dass es doch in Lettland keine Oliven gibt und er sich schwer vorstellen kann, wie ihm diese Blüte helfen kann. - Wir tanzen nach einem Lied, in dem es darum geht, wie und dass Gott dem Roggenfeld Fruchtbarkeit und eine gute Ernte gibt. – Und wir verstehen, dass wir für die Kraft der Olive für uns ein anderes Bild nehmen können. Ich komme noch mal zu Holly – war gerade in Lettland und habe meinen Freunden die Bachblüten gebracht. – Als ersten Zugang zeigte ich ihnen, wie sie pendeln können. Und um ein Fläschchen kreiste Dainis Ring total stark und eindeutig. – Wir sehen nach, was es ist – Holly – die Blüte zu dem Tanz, den ich im Traum habe Skandinieki tanzen sehen. Walburge Sprang in Köln hat mir einmal gesagt, dass es Erfahrungen gibt, nach denen die Welt in allergrössten Notzeiten, in grosser Bedrohung Hilfe von der geistigen Kraft einzelner kleiner Völker bekommen hat, die zur Rettung half. - Ähnlich sehe ich es auch mit den Bachblüten. – Während sie vor wenigen Jahren noch wenig bekannt waren, greifen immer mehr Menschen nach ihnen, leben mit ihnen und schöpfen Kraft. So ist es für mich kein Zufall, dass lettische Tänze und Lieder sich mit Bachblüten gegenseitig anziehen. Ich habe schon 23 Tänze zu Bachblüten, die sich einfach eingestellt haben. Und damit ihre Geschichte nicht verloren geht, werde ich diese Aufzeichnungen immer weiter schreiben. Ich zeige in Augsburg den lettischen Tanz „der runde Mond“, mache noch einen Teil dazu, spontan, weil die Gruppe so gross ist, da kommt Claudia und sagt, sie sieht in dem Tanz Elemente für Rockwater – und es stimmt – und Jürgen in Lausanne fügt am Schluss des Tanzes etwas hinzu – er macht es einfach und alle tanzen mit, denn es stimmt Habe einen sehr schönen Tanz aus Lettland mitgebracht: Mugurdancis – wörtlich Tanz für den Rücken. Wer will, findet in ihm ganz viele Bilder für das, was den Rücken stärkt. Ich freue mich schon, ihn zu zeigen und brauche keine Bachblüte dazu. Unterwegs zu Gudrun finde ich einen Lärchenzweig, ich denke, dass es kein Zufall ist, nehme ihn mit – und Gudrun sagt „Lärche ist die Basisblüte und stärkt das Selbstbewusstsein.“ Sie zeigt mir gleich das Buch, in dem sie dies ganz ausführlich beschrieben gefunden hat. Juli 1992 |